Wichtige Gartenarbeiten im Oktober

 

Kübelpflanzen zur Überwinterung vorbereiten:

 

Viele Kübelpflanzen, die uns über die ganze Vegetationszeit mit ihrer Blütenpracht und Blattschmuck erfreuten, kommen aus dem mediterranen oder tropischen Klima. Das bedeutet, dass sie nicht winterhart sind und wenn die Tage kürzer und kühler werden einen Frostschutz benötigen. Hierbei gibt es Regeln die eingehalten werden müssen. Alle Kübelpflanzen die laubtragend, das heist wintergrün sind, müssen unbedingt hell und kühl überwintert werden. Dazu gehören Oleander, Hammerstrauch, Granatapfel, Oliven, Feigen, Bananen, Zitronen, Orangen und andere. Bei Feigen und Granatapfel kann es schon mal vorkommen, dass es zu sehr starken Laubfall kommt. Oleander, Feigen und Oliven vertragen kurzfristig auch mal Temperaturen um - 5°C. Als Überwinterungslicht reichen meistens 2 000 - 2 500 LUX aus. Das finden die Pflanzen in einem hellen Treppenhaus. Besser wäre ein kühler Wintergarten. Stehen die Pflanzen dunkler, wenden sich die Pflanzen mit dünnen, weichen "Geiltrieben" an das Licht. Diese Triebe sind sehr anfällig für pilzliche und tierische Schaderreger. Meistens handelt es sich um Weiße Fliegen, Blattläuse oder Spinnmilben Vor der Einwinterung werden die Pflanzen auf diese Schaderreger untersucht und im Ernstfall mit Weißölen, Rapsölen oder Neem/Azal geprizt tropfnass werden. Diese Mittel sind bei sachgerechter Anwendung sehr verträglich und es besteht keine Gefahr für Menschen, Tiere oder die Pflanzen. Bei der Einwinterung kann man die Pflanzen auch in Form schneiden.

Pflanzen die laublos überwintern, wie Canna (Indisches Blumenrohr), Geranien, Fuchsien oder der Trompetenbaum müssen von dem restlichen Laub und Blütenresten befreit werden. Die genannten Pflanzen werden auf 8 - 10 cm zurückgeschnitten, beim Trompetenbaum werden die Äste auf 35 - 45 cm zurückgenommen. Diese Pflanzen benötigen dann kein Licht und können bei 2 - 4 Grad überwintert werden. Bei allen zu überwinternden Pflanzen ist es notwendig immer wieder dosiert Wasser zu geben, denn die Erde darf nie "Staubtrocken" werden.

 

 Gmüse:

 

Wintergemüsearten wie, Lauch, Rosenkohl oder Grünkohl vertragen bis etwa -7 - -10°C. Bei Rosenkohl und Grünkohl sind länger Minusgrade sehr günstig, da diese Gemüsearten dann schmackhafter und bekömmlicher sind.

 

Obst:

 

Wie immer muss das Falllaub unter den Obstbäumen sorgsam entfernt werden, da sich auf diesem Laub Infektionsherde für das nächste Frühjahr befinden. Hier ist besonders der Obstschorf gemeint.

Ab Januar ist der Winterschnitt der Obstbäume möglich Man sollte aber damit warten bis die einzelnen Sorten ihr "Fruchtholz" zeigen. Wenn wir warme Dzemberwochen haben, sollten Pfirsischbäume bereits Anfang Januar mit Kupfermitteln gesprizt werden. Die Sprizung sollte im Abstand von ca 2 Wochen dreimal wierholt werden damit der Schutz gegen die Kräuselkrankheit

Taphrina deformans bestehen kann.

 

Rasen:

 

Der Rasen muss, solange er wächst, gemäht werden. Er sollte nicht länger als 5 - 6 cm in den Winter gehen. Düngungen werden erst im Frühjahr nach dem Wiederergrünen durchgeführt. Wichtig ist, dass der Rasen immer vom Falllaub befreit wird.Fault der Rasen unter dem Laub entstehen kahle Stellen, in denen sich im Frühjahr Unkräuter keimen.

Das waren für dieses Jahr die letzten Tipps. Im März meldet sich dann wieder ihr Fachberater

 

Winfried Dohn.