Wichtige Gartenarbeiten im September

 

Gemüse:

 

In Diesem Sommer war das Wetter den Tomaten wohlgesinnt. Mit den jetzt kommenden Taunächten werden die Tomaten im Freiland bald zusammenbrechen. Sie werden nicht kompostiert, sondern im Restmüll entsorgt, da sonst die Sporen der Kraut- und Braunfäule für das nächste Jahr reifen und somit zu Neuinfektionen bei Tomaten und Kartoffeln neigen. Die Sporen können bis zu 7 Jahren infektionfähig bleiben. Dort wo man Mischkulturen anbaut, können Winterzwiebel oder Knoblauch zwischen die Erdbeeren gesteckt werden. Bei Knoblauch werden nur ausgereifte und große Zehen verwendet. Die Erdbeeren werden vorher ausgeputzt.  Das Ausbrechen der Spitzentriebe beim Rosenkohl fördert die "Röschenbildung". Auf Beeten bei denen Winterschutz möglich ist, (Folie, Glas) ist es noch möglich Folgesätze von Feldsalat zu säen.  Auch ist es noch machbar späte Radis zu säen. Bereits geräumte Beete sollten nicht "offen" liegen bleiben , sondern man sollte diese Mulchen oder Wintergerste oder Winterweizen einsäen. Im Frühjahr wird dieses Getreide gemulcht und eingearbeitet. Bei freiliegende Flächen werden wertvolle Nährstoffe durch die Niederschläge in den Untergrund ausgewaschen. Zur  Begrünung wird kein Senf oder Raps oder andere Kreuzblütler genommen, da diese sehr nahe Verwandte unserer Kohlarten sind, die neue Kohlerkrankungen verstärken können.              

 

Obst:

 

Erdbeeren werden für den Winter ausgeputzt. Verschiedene Sorten kann man jetzt noch pflanzen. Hier hohlt man sich am Besten Rat beim Fachmann ein.

 

Ziergarten:

 

Tulpen und andere Zwiebeln werden jetzt gepflanzt. Die Pflanztiefen sind sehr unterschiedlich. Zu ersehen sind diese auf den Verpackungen. Gegen Ende des Monats können die ersten Fröste auftreten. Bis dahin sollten Dahlien, Fuchsien, Geranien oder Canna einen Frostschutz erhalten.

 

Rasen:

 

Um den Rasen winterfester zu machen, ist es bis Mitte des Monats möglich, eine Kalidüngung auszubringen. Hier werden ca. 20 - 25 g/m² Reinkali gestreut. Kali ist für die Winterhärte und den Wasserhaushalt verantwortlich.

 

In der Hoffnung auf einen schönen "Altweibersommer" verbleibt Ihr Fachberater

Winfried Dohn