Gartenarbeiten im Juni

 

 

Gemüse :

 

Um ordentliche Zwiebeln zu bekommen, ist es notwendig für ausreichend Feuchtigkeit zu sorgen. Hierbei ist es besser, wenn man den Boden wenige Male durchdringend  wässert, als ihn ständig feucht zu halten. Eine ständuge Feuchtigkeit führt bei vielen Kulturen zu Fäulnis. Tomaten werden weiter ausgegeizt. Diese Arbeit fördert die Triebigkeit der Tomaten. "Romana" - Sorten werden mehrtriebig kultiviert. Tomaten werden nie über das Blatt gegossen, da es sonst zur gefürchteten Kraut - u. Braunfäule kommt. Wenn sich schon mehr als 5 Blätter gebildet haben, kann ma die unteren Blätter entfernen. Dadurch kommt mehr Luft an die Pflanzen und sie können dadurch auch schneller abtrocknen.

Buschbohnen werden, wegen der besseren Standfestigkeit, leicht angehäufelt. Folgesätze von Buschbohnen, Kürbissen, Radies, Rettich, Salate und Karotten können jetzt direkt ins Freiland gesät werden.

Sogenannte Wintergemüsearten, wie Lauch (Porree), Wiesing, Grünkohl oder Rosenkohl werden ab Mitte des Monats gepflanzt. Lauch wird in leichte Gräben gepflanzt. Später wird er dann wieder angehäufelt. Dadurch werden die Stangen weiss bleiben und sie werden auch länger.

 

Obstgarten:

 

Bei der jetzigen allgemeinen Trockenheit, ist es notwendig, dass man den Obstbäumen mehr Wasser zukommen lässt als sonst.

Ab dem 20. Juni fliegt die 1. Generation der Apfelwickler (Obstmade) hier kann man mit Spruzit, Neem Azal oder Dipel behandeln. Die Behandlung wird nach 7 -  8 Tagen wiederholt. Bei Johannisbeeren verhält es sich wie bei den Obstbäumen, auch hier ist ein häufigeres Wässern notwendig.

 

Stauden:

 

Abgeblühte Beetstauden werden kräftig zurück geschnitten, Samenstände von Wildstauden bleiben stehen. Wenn man Saatgut haben möchte, müssen die Samenstände gut ausgereift sein. Danach werden die Samen geerntet und in ein verschliesbares Glas gegeben und kühl gelagert.

Hyazinthenzwiebel werden alle 2 Jahre aus dem Boden genommen und dann im Herbst wieder gepflanzt. Die neueren Tulpenzwiebel werden erst nach 3 Jahren aus dem Boden genommen. Stauden mit hohen Blütenständen, wie z.B. Rittersporn, Sollten zur Stabilität angebunden werden.

 

Sommerblumen:

 

Zweijährige Sommerblumen,  wie z.B. Stiefmütterchen (Viola), Vergissmeinnicht (Myosothis), Gänseblümchen (Bellis), Bartnelken (Dianthus), Fingerhut (Digitalis); Goldlack (Cheiranthus), Islandmohn (Papaver), Malve (Alcaea) oder Glockenblumen (Campanula) werden in diesem Monat gesät. Bei Viola sollte man bis Ende des Monats warten, da sie sonst für die Überwinterund zu gross werden.  

Beim Kauf des Saatgutes sollte man auf Resistenzen achten.

 

Gehölze:

 

Verblühte Blütenstände werden vorsichtig herausgebrochen, damit die neuen Triebe im nächsten Jahr blühfreudiger werden. Bei Endständig Blühenden Pflanzen  ( Magnolien, Hortensien, Flieder) müssen unmittelbar nach der Blüte diese entfernt werden. Bei zu spätem Schnitt reicht der Pflanze die Zeit nicht mehr um für das nächste Jahr Blüten zu bilden. Bei Rosen werden verblühte Triebe drei bis vier Augen tiefer geschnitten. So bleiben die Rosen gedrungener. Bei Erkrankungen wie Rosenrost, Mehltau, Sternrusstau muss auf Systemisch wirkende Mittel, wie z.B: Saprol zurückgreifen. In die Spritzbrühe muss ein wenig Spüli kommen, denn die Rosenblätter sind leicht wachsartig und die Brühe würde abperlen.

 

Kräuter:

 

Küchen und Heilkräuter, deren Blätter verwendung finden, sollten vor der Blüte geerntet werden. Das Schnittgut wird an einem trocken, kühlen und schattigen Platz aufgehängt.

So hoffen wir auf einen gesunden Juni.

 

Ihr Fachberater

Winfried Dohn